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Kondo-Verkäufe in Thailand auf Tiefstand 2026: Was Investoren jetzt tun sollten

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Kondo-Verkäufe in Thailand auf Tiefstand 2026: Was Investoren jetzt tun sollten

6. August 2026

Der thailändische Kondominium-Markt steuert in unruhiges Fahrwasser. Laut Bangkok Post könnte 2026 das schwächste Jahr für Wohnungsverkäufe seit Langem werden. Für internationale Investoren ist das mehr als eine Randnotiz, es ist ein klares Signal, die eigene Strategie zu überdenken.

Der Abschwung kam nicht plötzlich. Bereits das zweite Jahr in Folge sinken die Verkaufszahlen, und aktuelle Daten deuten auf eine Vertiefung des Problems hin. Ein Angebotsüberhang drückt auf die Preise, während die Nachfrage träge bleibt.

Kurzantwort

  • Kondo-Verkäufe in Thailand 2026 bewegen sich laut Bangkok Post und K-Research auf einen historischen Tiefpunkt zu

  • Im ersten Quartal 2026 fielen die Kondo-Transfers an Ausländer in allen Kennzahlen: 3.241 Einheiten (-17,3%), ein Transferwert von 13,464 Milliarden THB (-17,9%) und eine Nutzfläche von 141.644 qm (-13,8% im Jahresvergleich)

  • Chinesische Käufer verzeichneten den stärksten Rückgang: -38,8% bei den Einheiten und -42,9% beim Wert

  • Dafür legten andere Nationalitäten zu: Russland +33%, Indien +40% (63 Einheiten, 353 Mio. THB, +23,9%), Australien +36,1%

  • K-Research prognostiziert für 2026 einen Rückgang der ausländischen Kondo-Käufe um 20%, das erste Rückgangsjahr seit fünf Jahren

  • Phuket zeigt sich robuster als Bangkok, gestützt durch anhaltende Nachfrage nach Luxusvillen in Bang Tao, Layan, Kamala und Cherng Talay

Wichtige Fakten

  • Bangkok Post prognostiziert für 2026 ein rekordschwaches Verkaufsjahr für Kondominien in Thailand

  • Der unverkaufte Bestand in Bangkok liegt Marktschätzungen zufolge bei über 50.000 Einheiten, einer der höchsten Werte des letzten Jahrzehnts

  • In der Region Bangkok fielen die Transfers im ersten Quartal 2026 um 35%, hauptsächlich wegen sinkender Nachfrage aus China und Myanmar

  • Durchschnittspreise für Kondominien in Sukhumvit, Silom und Sathorn liegen zwischen 120.000 und 200.000 THB pro qm, wobei Entwickler bei Reservierungen deutliche Rabatte gewähren

  • Ausländer dürfen laut thailändischem Recht maximal 49% der Fläche eines Kondominiums im Freehold besitzen

  • Die durchschnittliche Mietrendite in Bangkok sank auf 4-5% jährlich, verglichen mit 5-7% in 2022-2023

  • Phuket bietet über Airbnb und Booking bei professionellem Management saisonale Renditen von 6-8% jährlich

Die Marktüberhitzung in Bangkok ist eine Folge des Bau-Booms von 2018 bis 2022, als Entwickler Dutzende Projekte parallel starteten, viele davon ausgerichtet auf chinesische Käufer. Nach der Pandemie erholte sich dieser Käuferstrom nie vollständig.

Für internationale Investoren hat die Lage zwei Seiten. Ein fallender Markt eröffnet Einstiegschancen zu attraktiven Preisen. Gleichzeitig birgt der Kauf eines Assets im Abwärtstrend das Risiko weiterer Wertverluste. Die entscheidende Frage lautet: Wo liegt der Boden?

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Erfahrene Marktteilnehmer beobachten mehrere Indikatoren genau. Der erste ist das Volumen neuer Baugenehmigungen. Reduzieren Entwickler ihre Projektstarts, beginnt der Markt, den Überschuss abzubauen. Laut thailändischen Branchenverbänden ist die Zahl neuer Bangkok-Projekte im ersten Halbjahr 2026 tatsächlich zurückgegangen. Der zweite Indikator ist die Entwicklung der Mieten. Solange Mieten stabil bleiben, erzeugt ein Kondominium Cashflow, selbst wenn die Preise stagnieren.

Phuket verdient besondere Aufmerksamkeit. Die Insel folgt eigenen Regeln, gestützt durch anhaltend starke Nachfrage nach Luxusvillen und markengebundenen Residenzen, insbesondere entlang der Westküste in Bang Tao, Layan, Kamala und Cherng Talay. Knight Frank Thailand weist darauf hin, dass Villen weiterhin Kondominien übertreffen, da vermögende ausländische Käufer Lifestyle und integrierte Luxus-Annehmlichkeiten über reine Investmentüberlegungen stellen. Zusätzlich unterstützt ein Long-Stay-Visum-Programm für Immobilienkäufer den Phuket-Markt: Wer ein Kondominium für mindestens 3 Millionen THB bei einem thailändischen Entwickler erwirbt, kann eine jährlich verlängerbare Visa-Option nutzen, wobei die 49%-Ausländerquote weiterhin gilt.

Source: Bangkok Post

FAQ

Sollte man 2026 ein Kondominium in Thailand kaufen?

Das hängt von der Strategie ab. Für langfristig orientierte Investoren mit einem Horizont von 7-10 Jahren kann der aktuelle Abschwung einen attraktiven Einstiegspunkt bieten. Für spekulativen Weiterverkauf ist der Zeitpunkt ungünstig, da der Markt weiter nachgibt.

Welche Bangkok-Viertel sind am wenigsten vom Abschwung betroffen?

Premium-Lagen entlang der BTS- und MRT-Linien wie Sukhumvit (Asok, Phrom Phong, Thong Lo), Silom und Sathorn gelten traditionell als stabiler als Randgebiete, gestützt durch starke Mietnachfrage von Expats.

Warum fallen die Kondo-Verkäufe gerade jetzt?

Drei Hauptfaktoren: ein Angebotsüberhang nach dem Bau-Boom, strengere Hypothekenbedingungen für thailändische Käufer und ein deutlicher Rückgang chinesischer Investoren, deren Transfers um 38,8% einbrachen.

Wie kauft ein Ausländer ein Kondominium in Thailand?

Ausländer können ein Kondominium im Freehold erwerben, solange der Ausländeranteil im Gebäude 49% nicht übersteigt. Die Gelder müssen aus dem Ausland in thailändischen Baht überwiesen werden. Die Abwicklung dauert bei fertigen Objekten 30-60 Tage.

Welche Steuern zahlt ein ausländischer Eigentümer?

Zu den Hauptkosten zählen eine Transfergebühr von 2% des Schätzwerts (meist zwischen Käufer und Verkäufer geteilt), eine Stempelsteuer von 0,5% sowie eine spezielle Geschäftssteuer von 3,3% bei Verkauf innerhalb der ersten 5 Besitzjahre.

Was lohnt sich 2026 mehr, Bangkok oder Phuket?

Bangkok eignet sich für stabile Langzeitvermietung mit 4-5% Rendite. Phuket lockt mit saisonaler Vermietung und Renditepotenzial von 6-8%, erfordert jedoch aktives Management und birgt Leerstandsrisiken in der Nebensaison.

Kann man mit thailändischen Entwicklern verhandeln?

Ja. Angesichts der aktuellen Marktlage bieten Entwickler Rabatte, kostenlose Möblierung, zinsfreie Ratenzahlungen und weitere Anreize. Reale Preisnachlässe können 10-20% des Listenpreises betragen, besonders bei fertigen, unverkauften Einheiten.

Droht ein Preiseinbruch am Markt?

Ein Einbruch gilt als unwahrscheinlich. Der thailändische Markt korrigiert historisch langsam, Preise sinken um 5-10% pro Jahr statt abrupt einzubrechen. Entwickler bevorzugen Rabatte und Boni gegenüber offiziellen Preissenkungen.

Wann wird eine Markterholung erwartet?

Die meisten Analysten erwarten eine Stabilisierung frühestens ab der zweiten Jahreshälfte 2027, vorausgesetzt neue Projektstarts sinken und die ausländische Nachfrage erholt sich. Eine vollständige Erholung könnte weitere 2-3 Jahre in Anspruch nehmen.

Der Abschwung am thailändischen Kondo-Markt ist keine Katastrophe, sondern eine Phase im Zyklus. Für Investoren mit klarem Kopf und definiertem Zeithorizont eröffnet die aktuelle Lage ein Zeitfenster. Die Grundregel: in bewährten Lagen bei etablierten Entwicklern kaufen und stets die reale Mietrendite kalkulieren, statt auf Wertsteigerung zu hoffen.

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