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Unternehmen in Thailand gründen: 5 realistische Wege für Ausländer in 2025

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Unternehmen in Thailand gründen: 5 realistische Wege für Ausländer in 2025

4. April 2026
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Thailand verzeichnete 2024 einen Rekordwert von 12.573 Arbeitsgenehmigungen für ausländische Unternehmer — ein Plus von 18 % gegenüber dem Vorjahr. Das Königreich öffnet sich bewusst für internationales Kapital. Doch zwischen Gründungsidee und funktionierendem Unternehmen liegen Lizenzen, Einschränkungen und lokale Vorschriften. Hier sind die wichtigsten Wege.

Welche Branchen sind für Ausländer zugänglich?

Die zentrale Rechtsgrundlage ist der Foreign Business Act (FBA) von 1999. Er unterteilt alle Tätigkeiten in drei Listen. Liste 1 umfasst vollständige Verbote: Medien, Landhandel, Landwirtschaft. Liste 2 erfordert Genehmigung des Kabinetts. Liste 3 — die umfangreichste — verlangt eine Lizenz des Department of Business Development (DBD).

Einzelhandel, Gastronomie, Bauwesen und Tourismusdienstleistungen fallen formal unter Liste 3. Ohne entsprechende Lizenz oder thailändische Beteiligung ist eine Gründung nicht möglich.

Branchen ohne FBA-Beschränkungen umfassen:

  • IT-Entwicklung und SaaS-Produkte
  • Exportorientierte Produktion mit BOI-Lizenz
  • Consulting und Fachdienstleistungen über BOI
  • Medizin- und Wellness-Tourismus in geförderten BOI-Kategorien
  • Digitales Marketing bei Leistungserbringung außerhalb Thailands

Wege zur 100-prozentigen Ausländerbeteiligung

Der direkteste Weg ist die Board of Investment (BOI)-Förderung. Genehmigte Unternehmen erhalten volles Ausländereigentum, Steuerbefreiungen bis zu 8 Jahren und vereinfachte Arbeitsgenehmigungen. 2023 genehmigte der BOI 2.196 Projekte mit einem Volumen von rund 20,6 Milliarden USD.

Eine weitere Option ist die Eastern Economic Corridor (EEC)-Zone mit Steuerbefreiungen bis zu 13 Jahren. US-Bürger profitieren zusätzlich vom Treaty of Amity, der ihnen gleichberechtigten Marktzugang wie Einheimischen gewährt.

Die klassische Co., Ltd. mit mindestens 51 % thailändischen Aktionären bleibt der häufigste Weg für kleinere Unternehmen — jedoch sind Nominee-Strukturen illegal und werden vom DBD aktiv verfolgt. Strafen erreichen 1 Million Baht.

Technologie und Medizintourismus: die größten Chancen

Das SMART Visa-Programm bietet Technologiegründern ein 4-jähriges Visum ohne separate Arbeitserlaubnis. Über 3.000 Visa wurden bis Ende 2024 ausgestellt. IT-Startups können über DEPA oder die BOI-Kategorie 5.7 Digital Services bis zu 8 Jahre steuerfreie Unternehmensführung bei 100 % Ausländerbesitz erreichen.

Medizintourismus bleibt ein Wachstumsmarkt: Thailand empfing 2023 rund 3,47 Millionen Medizintouristen mit einem Sektorumsatz von 40 Milliarden Baht. Digitale Plattformen, die Patienten mit Kliniken verbinden, erfordern keine Medizinlizenz — direkte medizinische Tätigkeit durch Ausländer ist hingegen verboten.

Worauf Sie vor dem Start achten sollten

Eine sorgfältige Prüfung ist unerlässlich:

  • Due Diligence zu Partnern über das DBD
  • Rechtliche Prüfung der Eigentümerstruktur gemäß FBA
  • Steuerplanung — seit 2024 besteuert Thailand auch im Ausland erzielte, nach Thailand überwiesene Einkünfte
  • Immobilienprüfung bei geschäftlicher Anmietung

Eine Erstberatung bei einem lizenzierten Anwalt mit FBA- und BOI-Spezialisierung kostet 30.000–80.000 Baht — deutlich weniger als die Kosten möglicher Fehler.

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