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Der Amity-Vertrag: Wie Amerikaner in Thailand 100 % eines Unternehmens besitzen können

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Der Amity-Vertrag: Wie Amerikaner in Thailand 100 % eines Unternehmens besitzen können

18. März 2026
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Im Jahr 1966 unterzeichneten die USA und Thailand ein Abkommen, das amerikanischen Unternehmern bis heute ein einzigartiges Privileg sichert: die vollständige Kontrolle über ein Unternehmen ohne thailändischen Mitgesellschafter. Der sogenannte Treaty of Amity and Economic Relations ist seit über einem halben Jahrhundert in Kraft — und für internationale Investoren ein wichtiger Referenzpunkt.

Was der Amity-Vertrag bietet

Der Vertrag wurde am 16. Mai 1966 unterzeichnet und trat 1968 in Kraft. Er erlaubt amerikanischen Staatsbürgern und Unternehmen mit US-Mehrheitsbeteiligung, 100 % der Anteile an thailändischen Betrieben in den meisten Wirtschaftsbereichen zu halten.

Für alle anderen Ausländer gilt der Foreign Business Act von 1999, der den ausländischen Anteil an thailändischen Unternehmen auf 49 % begrenzt — von Handel bis Dienstleistungen.

Der Vertrag gilt jedoch nicht für:

  • Bankwesen und Finanzdienstleistungen
  • Rohstoffgewinnung
  • Landwirtschaft auf Staatsland
  • Bestimmte Handelsbereiche
  • Direktes Landeigentum — auch für Amerikaner verboten

Dieser letzte Punkt ist für Immobilieninvestoren entscheidend. Der Amity-Vertrag erleichtert die Geschäftstätigkeit, hebt jedoch das Landkaufverbot für Ausländer nicht auf.

Jim Thompson — ein Pionier mit Weitblick

Der ehemalige US-Geheimdienstoffizier Jim Thompson kam 1945 nach Bangkok und erkannte das Potenzial des handgewebten Thaidings. Er gründete die Thai Silk Company und baute daraus eine internationale Luxusmarke — mit Präsenz in Vogue und auf Broadway-Bühnen.

Sein Erfolgsmodell: ausländisches Kapital und Marketing kombiniert mit lokalem Handwerk und kultureller Authentizität. Thompson verschwand 1967 spurlos im malaysischen Dschungel — doch seine Marke lebt bis heute.

Lektionen für internationale Investoren

  • Eigentumsstruktur ist alles. Ohne korrekte rechtliche Konstruktion ist eine Mehrheitsbeteiligung für Ausländer kaum möglich. Alternativen zum Amity-Vertrag: BOI-Lizenzen, Strukturierung über einen thailändischen Partner oder Sonderwirtschaftszonen.

  • Immobilien folgen eigenen Regeln. Ausländer können Eigentumswohnungen in der 49-%-Ausländerquote erwerben, Land langfristig für 30 Jahre mieten oder über eine rechtskonforme thailändische Gesellschaft investieren.

  • Kulturelle Integration ist Strategie. Thompsons Erfolg beruhte auf dem Respekt vor thailändischem Handwerk und der engen Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften.

Thailand belohnt jene, die bereit sind, nach lokalen Regeln zu spielen. Für Investoren ohne Zugang zum Amity-Privileg ist eine sorgfältige rechtliche Strukturierung der Schlüssel zum Erfolg.

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