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Kathu-Patong-Tunnel auf Phuket: Kabinettsbeschluss im vierten Quartal 2026 erwartet
Phuket steht vor dem größten Straßeninfrastrukturprojekt der letzten zwei Jahrzehnte. Die geplante Schnellstraße Kathu-Patong, inklusive eines Tunnels durch den Bergkamm der Insel, könnte bereits im vierten Quartal 2026 vom thailändischen Kabinett genehmigt werden. Für Eigentümer und Käufer von Immobilien im Westen der Insel ist das eine Nachricht mit direkter Preisrelevanz.
Stellvertretender Verkehrsminister Sornpetch Boonyamanee besuchte Phuket persönlich, um den Stand der Vorbereitungen zu prüfen. Parallel wird der Bau eines Tiefwasserhafens geprüft. Zusammen verwandeln beide Projekte die Insel von einer touristischen Peripherie in einen echten logistischen und investitionsstarken Knotenpunkt.
Wichtige Fakten
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Die Kabinettsgenehmigung für die Schnellstraße Kathu-Patong wird für Q4 2026 erwartet.
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Stellvertretender Verkehrsminister Sornpetch Boonyamanee bestätigte den Prioritätsstatus des Projekts bei seinem Besuch auf Phuket Ende Juni 2026.
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Die Strecke umfasst einen Tunnel durch den Bergkamm zwischen Kathu und Patong und soll die Fahrzeit in der Stoßzeit von aktuell 40 bis 50 Minuten auf etwa 10 bis 15 Minuten verkürzen.
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Laut internationalen Quellen liegt das Budget bei rund 11 Milliarden THB, wobei der Tunneldurchmesser von ursprünglich 17 auf 14 Meter reduziert wurde, um Stabilität, Sicherheit und Kosten besser zu kontrollieren.
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Phase 1 umfasst eine rund 4 Kilometer lange erhöhte Trasse inklusive Tunnel und befindet sich laut Berichten bereits im Übergang von der Planung zur Ausschreibung.
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Nach Kabinettsgenehmigung wird mit einer Bauzeit von etwa vier Jahren gerechnet.
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Parallel wird auf der Insel der Bau eines Tiefwasserhafens vorbereitet, was auf einen strategischen Wandel in der gesamten Infrastrukturplanung Phukets hinweist.
Geschichte und Kontext
Die Idee eines Tunnels durch den Bergkamm zwischen Kathu und Patong wird auf Phuket seit über 15 Jahren diskutiert. Erste konzeptionelle Entwürfe entstanden bereits Anfang der 2010er Jahre, als der Verkehr über den Patong Hill zu einem echten Problem für Rettungsdienste wurde. Krankenwagen vom Bangkok Hospital Phuket in Kathu brauchten mitunter länger nach Patong als auf doppelt so langen Festlandstrecken. Mehrfach wurde das Projekt eingefroren, zunächst wegen Budgetbeschränkungen, dann wegen Regierungswechseln, und 2020/2021 stoppte die COVID-19-Pandemie die Infrastrukturplanung der Insel vollständig.
Heute hat sich die Lage grundlegend verändert. Phuket hat seinen Touristenstrom wiederhergestellt und nähert sich nach Marktschätzungen der Marke von 10 Millionen internationalen Ankünften pro Jahr auf Provinzebene. Der wachsende Verkehr erhöht den Druck auf die einzige Passstraße. Anwohner von Kathu klagen seit Jahren, dass die Morgenfahrt zum Strand von Patong in der Hochsaison im Dezember und Januar zu einer anderthalbstündigen Geduldsprobe wird.
Für den Immobilienmarkt verändert der Tunnel die Spielregeln grundlegend. Die Region Kathu, wo Golfplätze, internationale Schulen und Einkaufszentren liegen, wurde historisch günstiger bewertet als das Küstengebiet Patong. Doch eine schnelle Verbindung zwischen beiden Zonen schafft einen sogenannten 'Brückeneffekt': Immobilien in Kathu erhalten Zugang zur Infrastruktur von Patong, ohne dessen Nachteile wie Lärm, hohe Bebauungsdichte oder saisonale Überschwemmungen. Einen ähnlichen Effekt beobachtete man in Bangkok nach dem Start des BTS Skytrain 1999, als die Preise für Kondominien entlang der neuen Linien innerhalb von fünf Jahren um 30 bis 60 Prozent stiegen.
Ein Detail, das kaum diskutiert wird, ist der Tiefwasserhafen. Boonyamanees Besuch umfasste auch die Inspektion dieses Projekts neben der Schnellstraße. Sollte der Hafen realisiert werden, erhielte Phuket direkte Fracht- und Kreuzfahrtrouten, ohne den Umweg über Bangkok oder Surat Thani. Für die Bauwirtschaft der Insel würde das potenziell niedrigere Transportkosten für Material bedeuten, was wiederum die Baukosten neuer Projekte dämpfen könnte.
Investoren sollten dennoch Risiken einkalkulieren. Die thailändische Bürokratie ist bekannt dafür, dass eine Kabinettsgenehmigung keinen schnellen Baustart garantiert. Zwischen dem Kabinettsbeschluss und dem tatsächlichen Baubeginn vergehen üblicherweise 12 bis 24 Monate für Ausschreibungen, Beschaffung und Umweltgenehmigungen. Der Bergkamm Phukets liegt in einem geschützten Waldgebiet, und Umweltanhörungen könnten den Prozess weiter verzögern. Bemerkenswert ist zudem, dass frühere Fortschritte laut lokalen Berichten bereits einmal zurückgesetzt wurden und das Projekt erneut zur Kabinettsabstimmung vorgelegt werden musste. Allein die Tatsache, dass das Projekt nach 15 Jahren Diskussion nun tatsächlich die Kabinettsebene erreicht hat, ist ein Signal, das professionelle Marktteilnehmer ernst nehmen.
Quelle: The Phuket Express
FAQ
Wann beginnt der Bau des Kathu-Patong-Tunnels?
Die Kabinettsgenehmigung wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Danach folgen weitere 12 bis 24 Monate für Ausschreibungen, Beschaffung und Umweltgenehmigungen. Ein realistischer Baubeginn liegt bei 2027 bis 2028, die Bauzeit selbst wird auf rund vier Jahre geschätzt.
Um wie viel verkürzt sich die Fahrzeit von Kathu nach Patong?
Aktuell dauert die Fahrt zur Stoßzeit 40 bis 50 Minuten, in der Hochsaison teils über eine Stunde. Nach Eröffnung der Schnellstraße mit Tunnel soll die Fahrzeit auf 10 bis 15 Minuten sinken.
Wie wirkt sich der Tunnel auf Immobilienpreise in Kathu aus?
Historisch führten neue Schnellverkehrsverbindungen in Thailand zu Preissteigerungen von 30 bis 60 Prozent innerhalb der ersten fünf Jahre. Die Region Kathu, aktuell günstiger bewertet als Patong, dürfte von diesem Effekt am stärksten profitieren.
Was ist mit dem Tiefwasserhafen auf Phuket geplant?
Parallel zur Schnellstraße entwickelt die thailändische Regierung ein Tiefwasserhafenprojekt auf der Insel. Dies würde direkte Anlaufmöglichkeiten für große Kreuzfahrt- und Frachtschiffe ermöglichen, ohne Umweg über Bangkok.
Gibt es Risiken für Verzögerungen beim Projekt?
Ja. Die Trasse führt durch ein geschütztes Waldgebiet im Bergkamm, was Umweltgenehmigungen erfordert. Zudem wurde das Projekt über 15 Jahre diskutiert und mehrfach eingefroren beziehungsweise laut lokalen Berichten zurückgesetzt. Der aktuelle Stand ist jedoch der am weitesten fortgeschrittene in der gesamten Projektgeschichte.
Wer verantwortet das Projekt?
Zuständig ist das thailändische Verkehrsministerium. Der stellvertretende Minister Sornpetch Boonyamanee inspizierte den Vorbereitungsstand persönlich im Juni 2026.
Lohnt sich der Kauf einer Immobilie in Kathu schon jetzt, vor Baubeginn?
Infrastrukturprojekte beeinflussen Preise oft lange vor Fertigstellung. Der Moment der größten Differenz zwischen aktuellem und künftigem Wert liegt meist zwischen Projektgenehmigung und Baubeginn, also genau in der jetzigen Phase.
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