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Kathu-Patong-Tunnel auf Phuket: Kabinettsentscheidung im vierten Quartal 2026 erwartet
Zwanzig Jahre Diskussion, unzählige verschobene Abstimmungen, Milliarden Baht an Planungskosten und nun scheint der Tunnel zwischen Kathu und Patong tatsächlich die finale Genehmigungsphase zu erreichen. Der stellvertretende Verkehrsminister Thailands, Sornpetch Boonyamanee, hat angekündigt, dass das Projekt der Kathu-Patong Expressway im vierten Quartal 2026 dem Kabinett zur Entscheidung vorgelegt wird.
Für Eigentümer und Käufer von Immobilien an der Westküste Phukets ist das ein Signal ersten Ranges. Der Tunnel durch den Bergrücken würde die Fahrzeit vom zentralen Inselgebiet zum wichtigsten Touristenstrand von derzeit 40 bis 50 Minuten im Stau auf etwa 15 Minuten verkürzen. Das ist kein gewöhnliches Straßenbauprojekt, sondern eine grundlegende Neubewertung der Grundstücks- und Kondominiumspreise in gleich zwei Bezirken.
Wichtige Fakten
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Kabinettsvorlage: viertes Quartal 2026, laut Ankündigung von Vizeverkehrsminister Sornpetch Boonyamanee
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Route: die Kathu-Patong Expressway führt durch den Bergrücken, der derzeit nur über eine kurvenreiche zweispurige Straße überwunden wird
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Erste Bauphase: ein vierspuriger Tunnel von rund 3,98 km Länge, davon 1,85 km durch den Kaao-Nakkerd-Bergrücken, mit einem geschätzten Budget von 11 bis 16 Milliarden Baht und einer angepeilten Fertigstellung um 2030
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Zweite Phase: eine 30,6 km lange Hochstraße zwischen Muang Mai und Kathu zur Umgehung bestehender Straßen
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Aktuelle Fahrzeit zwischen Kathu und Patong in der Hochsaison: 45 bis 60 Minuten wegen des einzigen Passes am Patong Hill mit seinen engen Serpentinen
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Parallele Infrastrukturprojekte: Der Vizeminister besichtigte bei seinem Vor-Ort-Besuch auch den Ausbau des Tiefwasserhafens von Phuket sowie zugehörige Verkehrsinfrastruktur
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Nach Kabinettsgenehmigung könnte die staatliche Straßenbaugesellschaft EXAT laut Berichten relativ zügig mit den Arbeiten beginnen, die Bauzeit wird auf rund vier Jahre veranschlagt
Geschichte und Kontext
Die Idee eines Tunnels zwischen Kathu und Patong entstand bereits Anfang der 2000er Jahre, als Phuket nach der Krise von 1997 seinen ersten großen Investitionsboom erlebte. Der Bergrücken, der die östliche von der westlichen Inselhälfte trennt, war schon immer der zentrale infrastrukturelle Fluch der Insel. Die Straße über den Patong Hill besteht aus zwei Kilometern steiler Kurven, auf denen regelmäßig Lastwagen und Reisebusse mit Touristen verunglücken.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat das Projekt mehrfach seine Form gewechselt. Zunächst war eine reine Tunnellösung im Gespräch, später entstand das Konzept einer Schnellstraße mit unterirdischem Teilstück. Marktschätzungen zufolge lagen die Baukosten je nach Variante zwischen 10 und 30 Milliarden Baht. Immer wieder blieb das Projekt an der Budgetfreigabe hängen oder wurde mit jedem Regierungswechsel neu verhandelt. Erst kürzlich wurde die Tunnelbreite reduziert, um die gestiegenen Kosten im vorgesehenen Budgetrahmen zu halten, sodass das Vorhaben erneut dem Kabinett zur Genehmigung vorgelegt werden muss.
Was diesmal anders ist: Phuket erhält parallel gleich mehrere große Verkehrsprojekte. Tiefwasserhafen, Flughafenausbau, Pläne für eine Leichtbahn, all das schafft eine kritische Masse, bei der sich einzelne Vorhaben in den Augen der Budgetkommissionen gegenseitig stützen.
Für Immobilienbesitzer und Kaufinteressenten ist die Geografie dieses Projekts sehr konkret. Der Bezirk Kathu liegt praktisch im Zentrum der Insel, dort befinden sich Golfclubs, internationale Schulen und große Einkaufszentren. Patong ist die wichtigste Touristenzone mit hoher Mietnachfrage. Derzeit trennt ein Berg diese beiden Welten. Wird der Tunnel gebaut, erhalten Kondominiums in Kathu direkten Zugang zur Strandinfrastruktur, während Objekte im Norden Patongs fußläufig zum Tunneleingang liegen würden.
Historisch haben vergleichbare Infrastrukturprojekte in Asien bereits in der Genehmigungsphase, lange vor Baubeginn, zu Preissteigerungen von 15 bis 30 Prozent im Umkreis von 2 bis 3 Kilometern um zentrale Knotenpunkte geführt. Genau dieses Muster war rund um die BTS-Stationen in Bangkok zwischen 1999 und 2002 sowie an den MRT-Ausgängen entlang der Sukhumvit Line zu beobachten.
Ein wichtiger Punkt: Eine Kabinettsgenehmigung bedeutet noch nicht den Baubeginn. In Thailand vergehen zwischen Projektfreigabe und dem ersten Rammschlag üblicherweise 18 bis 36 Monate, teils sprechen aktuelle Berichte auch von 12 bis 24 Monaten für Ausschreibungen, Beschaffung und Umweltprüfungen. Genehmigt das Kabinett das Projekt Ende 2026, könnte der eigentliche Bau frühestens 2027 bis 2028 beginnen, mit einer Fertigstellung der ersten Phase um 2030.
Für Investoren mit einem Anlagehorizont von 5 bis 7 Jahren eröffnet das dennoch ein Zeitfenster. Grundstücke in Kathu sind derzeit noch deutlich günstiger als an der Westküste. Wer eine Besichtigungsreise nach Phuket plant, sollte eine Unterkunft im Bezirk Kathu in Betracht ziehen, um die Lage relativ zum künftigen Tunneleingang selbst einzuschätzen.
FAQ
Wann wird der Tunnel Kathu-Patong dem Kabinett zur Genehmigung vorgelegt?
Laut Vizeverkehrsminister Sornpetch Boonyamanee soll das Projekt im vierten Quartal 2026 dem Kabinett vorgelegt werden.
Wie lange dauert die Fahrt von Kathu nach Patong derzeit?
In der Hochsaison (November bis März) dauert die Fahrt über den Patong Hill 45 bis 60 Minuten, in der Nebensaison etwa 20 bis 30 Minuten. Der Tunnel könnte diese Zeit auf rund 15 Minuten verkürzen.
Ist es ein Tunnel oder eine Schnellstraße?
Offiziell heißt das Projekt Kathu-Patong Expressway. Die erste Phase umfasst einen vierspurigen Tunnelabschnitt von etwa 3,98 km Länge, davon 1,85 km durch den Bergrücken Kaao Nakkerd. Eine zweite Phase sieht eine 30,6 km lange Hochstraße zwischen Muang Mai und Kathu vor.
Wie wirkt sich der Tunnel auf Immobilienpreise aus?
Der Bezirk Kathu dürfte den stärksten Wertzuwachs verzeichnen, da er derzeit von der Westküste isoliert ist. Marktschätzungen zufolge könnte der Preisanstieg im Umkreis von 2 bis 3 km um den Tunneleingang nach Projektgenehmigung 15 bis 30 Prozent betragen.
Wann beginnt der Bau tatsächlich?
Selbst bei Kabinettsgenehmigung Ende 2026 wird der Baubeginn frühestens 2027 bis 2028 erwartet. Der übliche Zyklus von Genehmigung bis Baubeginn beträgt in Thailand 12 bis 36 Monate, die Bauzeit selbst wird mit rund vier Jahren veranschlagt.
Welche weiteren Infrastrukturprojekte laufen auf Phuket?
Parallel wird der Tiefwasserhafen samt zugehöriger Verkehrsinfrastruktur ausgebaut. Diese Projekte wurden im Rahmen desselben Vor-Ort-Besuchs des Vizeverkehrsministers besichtigt.
Lohnt sich ein Immobilienkauf in Kathu schon jetzt?
Kathu zählt weiterhin zu den preislich zugänglicheren Bezirken Phukets mit gut ausgebauter Infrastruktur (Schulen, Einkaufszentren, Golfclubs). Bei Genehmigung des Tunnels erhält der Bezirk eine direkte Verbindung nach Patong, was das Mietpotenzial deutlich steigern dürfte.
Kann das Projekt erneut verschoben werden?
Die Geschichte des Projekts umfasst über 20 Jahre zahlreiche Verzögerungen. Die aktuelle politische Konstellation sowie die parallele Entwicklung weiterer Infrastruktur auf Phuket erhöhen jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung.
Quelle: The Phuket Express
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