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Thailand senkt Immobiliengebühren: Bis zu 300.000 Baht sparen
Die thailändische Regierung hat die Transaktionskosten beim Immobilienkauf erneut deutlich gesenkt. Die Gebühr für die Eigentumsübertragung (Transfer Fee) sinkt von 2% auf 0,01%, die Gebühr für die Hypothekenregistrierung von 1% auf 0,01%. Beim Kauf eines Kondominiums im Wert von 10 Millionen Baht bedeutet das eine Ersparnis von fast 300.000 Baht allein bei diesen zwei Kostenpunkten.
Diese Maßnahme ist keine Premiere: Bangkok hat seit 2019 wiederholt ähnliche Erleichterungen eingeführt, jeweils zeitlich befristet und an Preisgrenzen gekoppelt. Für 2026 wurde die Regelung nun offiziell bestätigt und bis zum 30. Juni 2027 verlängert, um den Wohnungsmarkt zu stützen und den Immobilienerwerb für thailändische Käufer zu erleichtern. Ausländische Investoren profitieren beim Kauf von Freehold-Kondominiums grundsätzlich von denselben Regeln, sollten die genauen Bedingungen jedoch im Einzelfall prüfen lassen.
Wir zeigen, was sich konkret ändert, wer am meisten profitiert und welche Fallstricke bestehen bleiben.
Kurzantwort
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Die Transfer Fee (Eigentumsübertragungsgebühr) sinkt von 2% auf 0,01% des Schätzwerts der Immobilie
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Die Hypothekenregistrierungsgebühr sinkt von 1% auf 0,01%
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Die Vergünstigung gilt für Wohnimmobilien mit einem Kauf- und Schätzwert von bis zu 7 Millionen Baht, bei Hypotheken bis zu 7 Millionen Baht pro Vertrag
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Beim Kauf einer Immobilie für 5 Millionen Baht liegt die Ersparnis bei rund 149.500 Baht (etwa 4.200 US-Dollar)
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Die Regelung läuft bis zum 30. Juni 2027, danach ist eine Verlängerung nicht garantiert
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Betroffen sind Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, Kondominiumseinheiten und Gewerbe-Wohn-Gebäude
Wichtige Fakten
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Die regulären Transaktionskosten in Thailand umfassen: Transfer Fee (2%), Stamp Duty (0,5%), Specific Business Tax (3,3% bei Verkauf innerhalb der ersten 5 Besitzjahre) und eine progressive Withholding Tax. Aktuell sind nur die ersten beiden Komponenten reduziert.
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Das Department of Lands (Land Office) ist die einzige Behörde, die den Eigentumsübergang registriert. Grundlage für die Gebührenberechnung ist der behördliche Schätzwert, der vom tatsächlichen Kaufpreis abweichen kann.
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Laut Schätzungen des thailändischen Finanzministeriums soll das Programm ein Transaktionsvolumen von rund 540 Milliarden Baht jährlich unterstützen und zusätzliche Investitionen von etwa 305 Milliarden Baht anziehen.
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Der ausländische Kondominiumsmarkt bleibt lebhaft: 2024/2025 wurden laut Branchenanalysen jährlich etwa 14.500 Einheiten von ausländischen Käufern erworben, allein im ersten Quartal 2025 kamen 3.919 weitere hinzu.
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Phuket, Pattaya und Koh Samui sind die drei Regionen mit dem höchsten Anteil ausländischer Kondominiumskäufer, dort dürfte sich die Gebührensenkung am stärksten auf die Investitionsnachfrage auswirken.
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Ausländische Käufer dürfen weiterhin bis zu 49% der Fläche eines Kondominiumsprojekts im Freehold erwerben, direkter Landbesitz bleibt ausländischen Käufern in der Regel verwehrt.
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Wichtig: Die Vergünstigung betrifft nicht die Specific Business Tax (SBT, 3,3%), die weiterhin bei Weiterverkauf innerhalb der ersten fünf Besitzjahre anfällt. Anteilsverkäufe (partial interest sales) sind von der Regelung ausgenommen.
FAQ
Wer kann von den gesenkten Gebühren profitieren?
Jeder Käufer, thailändischer Staatsbürger oder Ausländer, dessen Immobilientransaktion die Programmkriterien erfüllt (Objekttyp, Preisgrenze von 7 Millionen Baht). Für internationale Käufer ist dies beim Erwerb eines Freehold-Kondominiums relevant.
Für welche Immobilien gilt die Vergünstigung?
Die Regelung gilt für Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, Kondominiumseinheiten und Gewerbe-Wohn-Gebäude mit einem Schätzwert von bis zu 7 Millionen Baht. Villen auf Grundstücken, die über eine thailändische Gesellschaft gehalten werden, können ebenfalls berücksichtigt werden, eine individuelle Prüfung ist jedoch ratsam.
Wie viel lässt sich konkret sparen?
Beim Kauf einer Wohnung für 5 Millionen Baht beträgt die Ersparnis bei der Transfer Fee 99.500 Baht (2% minus 0,01%), bei der Hypothekengebühr 49.950 Baht (1% minus 0,01%). Insgesamt also rund 149.500 Baht.
Gilt die Gebührensenkung auch für den Zweitmarkt?
Ja. Die Vergünstigung gilt auch für Weiterverkäufe, sofern die Immobilie die Kriterien erfüllt. Der Verkäufer kann jedoch weiterhin SBT oder Stamp Duty zahlen müssen, abhängig von der Besitzdauer.
Wie lange läuft das Programm?
Die aktuelle Regelung ist bis zum 30. Juni 2027 befristet. Die thailändische Regierung hat ähnliche Maßnahmen in der Vergangenheit mehrfach verlängert, eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht.
Lässt sich die Vergünstigung mit einem Ratenplan des Entwicklers kombinieren?
Ja. Zahlungspläne des Bauträgers und die staatliche Gebührenvergünstigung sind zwei unabhängige Mechanismen. Die Gebühr wird bei der Registrierung der Eigentumsübertragung fällig, die in der Regel mit der Schlusszahlung zusammenfällt.
Welche Kosten bleiben unverändert?
Die Specific Business Tax (3,3% bei Verkauf innerhalb der ersten 5 Jahre), die progressive Withholding Tax sowie Kosten für Rechtsberatung und Due Diligence sind von der Regelung nicht betroffen.
Wie prüft man, ob die Vergünstigung zum Zeitpunkt des Kaufs noch gilt?
Der aktuelle Status wird auf der Website des thailändischen Department of Lands veröffentlicht. Auskunft erhält man auch direkt im zuständigen Land Office, wo die Registrierung stattfindet.
Die Senkung der Transaktionsgebühren ist ein Zeitfenster mit klarer Frist. Für Investoren, die ihre Objektwahl bereits getroffen und die Due Diligence abgeschlossen haben, ist jetzt ein günstiger Moment für den Abschluss. Eine Ersparnis von 150.000 bis 300.000 Baht entspricht einem zusätzlichen Renditepunkt, den der Staat quasi schenkt. Die Regelung ist jedoch befristet bis Mitte 2027, und ihre Parameter können sich ändern.
Quelle: The Nation Thailand
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